Selbständige Berufskraftfahrer dürfen weniger fahren

Seit 23. März 2009 müssen auch selbstständige Berufskraftfahrer die EU-Arbeitszeitrichtlinie 2002/15 befolgen.

Damit gilt für sie wie für ihre angestellten Kollegen eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Ist dies für eine Bezugszeit von vier Monaten gewährleistet, darf die wöchentliche Arbeitszeit bis zu sechzig Stunden betragen. Die Nachtarbeit ist auf zehn Stunden begrenzt. Die EU-Staaten sind verpflichtet, die Einhaltung der Vorschriften zu kontrollieren.

Nach den Auflagen hatten sich seit 23. März 2005 nur angestellte LKW- und Buslenker zu richten. Die Einbeziehung der Fahrer mit Dienstleistungen auf eigene Rechnung sollte - so ist es im Arbeitszeitgesetz festgelegt - abhängig gemacht werden von einem Untersuchungsbericht der EU-Kommission zu den Auswirkungen ihres Ausschlusses. Dieser ergab, es sei wichtiger, das Problem der Scheinselbstständigkeit zu lösen als den Geltungsbereich der Richtlinie auf Selbstständige auszuweiten.