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Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat

Betriebliche Einstiegsqualifizierungen mit IHK-Zertifikat sind Türöffner in Ausbildung oder Beschäftigung. Sie richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene (in der Regel unter 25 Jahren), die noch nicht reif für eine klassische Ausbildung sind.

Ein Einstieg in die Berufsausbildung für Jugendliche, die noch nicht voll für eine klassische Ausbildung geeignet sind, sind die Einstiegsqualifizierungen mit IHK-Zertifikat. Für Unternehmen sind die "EQs" eine weitere Option, Talente zu entdecken.

Wie sich das im Oktober 2004 aufgesetzte "Programm zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher" (EQJ) entwickelt, dokumentiert die Begleitforschung. Der Abschlussbericht von März 2012 ist auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) abrufbar. Die Ergebnisse sind äußerst positiv: Die Forscher konnten die Funktion der EQs als Türöffner in eine betriebliche Ausbildung belegen und fanden keine Hinweise auf größere Verdrängungs- und Substitutionseffekte.

Was ist eine Einstiegsqualifizierung?

Ausbildungswillige und ausbildungsfähige junge Menschen sollen ein Angebot erhalten, wenn sie nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen im Herbst keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Das Potenzial dieser Jugendlichen ungenutzt zu lassen, kann nicht im Sinne von Wirtschaft und Gesellschaft sein. Das Ziel der betrieblichen Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat heißt: Potenziale erschließen durch den Einstieg in Ausbildung und Arbeit.
Jugendliche erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen. Die Einstiegsqualifizierung dient als Türöffner für Ausbildung oder Beschäftigung (Beispiele für EQs finden Sie hier).

Das Prozedere
Hat sich das Unternehmen für einen Jugendlichen entschieden, der vom Berufsberater der Arbeitsagentur empfohlen wurde, unterzeichnen beide Parteien den „Vertrag zur Einstiegsqualifizierung und reichen diesen im Original bei der IHK und in Kopie bei der Agentur für Arbeit ein. Die Jugendlichen verpflichten sich, im Rahmen der normalen Arbeitszeiten im Betrieb zu arbeiten und besuchen auch die entsprechenden Berufsschulklassen. Sie erhalten für die Einstiegsqualifizierung auf Antrag von der Agentur für Arbeit eine monatliche Vergütung bis zu einer Höhe von 231,00 Euro zuzüglich pauschalierten Zuschuss zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag von 116,00 Euro. Am Ende der Einstiegsqualifizierung erhalten die Jugendlichen ein betriebliches Zeugnis sowie ein IHK-Zertifikat, das den Übergang in eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit erleichtert.

Wie profitieren die Unternehmen?

Die Betriebe gehen durch die Einstiegsqualifizierung noch keine feste Bindung ein, haben aber die Chance, die jungen Leute kennen zu lernen und ihnen anschließend einen Ausbildungsvertrag anzubieten.
Betriebe können junge Menschen im Rahmen einer EQ an eine Ausbildung in ihrem Betrieb heranführen. Falls ein Betrieb noch nicht oder längere Zeit nicht mehr ausgebildet hat, ermöglicht ihm die EQ einen (Wieder-) Einstieg in die betriebliche Ausbildung.
Die Jugendlichen wiederum können sich in der Praxis beweisen und dem Betrieb über die häufig nicht aussagekräftigen Schulzeugnisse hinaus einen guten Eindruck vermitteln. Gedacht ist die Einstiegsqualifizierung nicht zuletzt auch für Jugendliche, die noch nicht voll ausbildungsfähig sind, aber auf diese Weise an eine Ausbildung herangeführt werden können.

 - EQJ-Vertragsmuster

- Flyer Einstiegsqualifikation
- Merkblatt für die Betriebe
- FAQ zum EQJ