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Teaser Neue Ausbildungsberufe

QUALIFIKATION FÜR DIGITALE GESCHÄFTSMODELLE - Kaufmann/-frau für E-Commerce

Neuer Ausbildungsberuf ab August 2018 legt solide und breite Basis für Fachkräftenachwuchs

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet voran - für viele Handels- und Dienstleistungsunternehmen ergeben sich neue Tätigkeitsfelder, Prozesse, Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen.

Um auf dem Markt bestehen zu können, benötigen die Unternehmen gut ausgebildete und kompetente Fachkräfte, so Rainer Kissing, Leiter des Bereichs Berufliche Bildung bei der IHK zu Coburg. Mit dem maßgeschneiderten dualen Ausbildungsberuf „Kaufmann/- frau im E-Commerce" wird eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete kaufmännische Qualifikation angeboten, die eine solide und breite Basis für den Fachkräftenachwuchs legt.

Die neue Ausbildung kann für Unternehmen in Frage kommen, die ihre Angebote ausschließlich oder teilweise online vertreiben, z. B. in den Bereichen:

  •  Einzelhandel
  •  Großhandel
  •  Dienstleistungen
  •  Tourismuswirtschaft
  •  Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen
  •  Finanzdienstleistungen (Banken/Versicherungen)

Voraussetzung für eine Ausbildung ist u. a. die betriebliche Eignung nach Art und Einrichtung sowie fachlich und persönlich kompetentes Ausbildungspersonal.

 

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden das umfangreiche Tätigkeitsprofil der Kaufleute im E-Commerce kennen.

Sie erwerben berufliche Handlungskompetenz in folgenden betrieblichen Mindestinhalten:

  • Vertriebskanäle des E-Commerce beurteilen, auswählen und einsetzen
  • Waren- oder Dienstleistungssortimente für den E-Commerce konzipieren, online bewirtschaften und weiterentwickeln
  • Projektorientierte Arbeitsweisen im E-Commerce anwenden
  • Kundenkommunikation gestalten
  • Kennzahlenbasierte Instrumente der kaufmännischen Steuerung im E-Commerce einsetzen
  • Maßnahmen des Onlinemarketings vorbereiten und durchführen
  • Onlinewaren- und Dienstleistungsverträge anbahnen und abwickeln

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre (36 Monate). Erstmalig beginnt sie am 1. August 2018 als klassische duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Die Berufsqualifikation ist in Form einer sogenannten gestreckten Abschlussprüfung nachzuweisen. 25 % der Ausbildungsinhalte

werden nach 18 Monaten schriftlich bei der IHK geprüft (1. Teil), 75 Prozent zum Ende der Ausbildung in schriftlicher Prüfung und Fachgespräch mit Projektbezug. Das endgültige Prüfungsergebnis wird erst nach Beendigung von Teil 2 festgestellt. Über die in Teil 1 erbrachten Leistungen erhält der Prüfling eine Bescheinigung (§ 5 BBiG).

Detaillierte Informationen und Antworten auf die Fragen von Ausbildungsbetrieben zum neuen Berufsbild bieten auf Anfrage gerne die Ausbildungsberater der IHK zu Coburg.