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Sprachunterricht für die Berufsintegration von Flüchtlingen jetzt absetzbar

Finanzverwaltung sieht diese Bildungsmaßnahmen nicht mehr länger als Privatangelegenheit der Betroffenen an

Deutschkurse zur beruflichen Integration von Flüchtlingen können ab sofort steuerfrei von Arbeitgebern finanziert werden können. Diese Entscheidung des Bundesfinanzministeriums
ist positiv für alle Coburger Unternehmen, die sich aktiv in der Flüchtlingsförderung engagieren.

Bisher hatte die Finanzverwaltung die Deutschkurse als Privatangelegenheit der Flüchtlinge angesehen – mit der Folge, dass vom Arbeitgeber finanzierte Deutschkurse als geldwerter Vorteil im Rahmen der Lohnsteuer zu versteuern waren. Die Finanzverwaltung hat nun ihre Auffassung geändert und bestimmt, dass berufliche Fort- oder Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers nach R 19.7 Lohnsteuerrichtlinie nicht zu Arbeitslohn führen, wenn diese Bildungsmaßnahmen im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden.

Weiter heißt es in dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF), dass bei Flüchtlingen und anderen Arbeitnehmern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die Bildungsmaßnahmen zum Erwerb oder zur Verbesserung der deutschen Sprache dem ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers zuzuordnen sind, wenn der Arbeitgeber die Sprachkenntnisse in dem für den Arbeitnehmer vorgesehenen Aufgabengebiet verlangt.

Darüber hinaus weist das BMF darauf hin, dass außerhalb der Arbeitgeberförderung Beschäftigte mit Migrationshintergrund kostenlose berufsbezogene Deutschkurse aus der Regelförderung des Bundes in Anspruch nehmen können. Voraussetzung für die Teilnahme sind vorhandene Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 (GER) oder ein beendeter Integrationskurs. Weitere Informationen und Ansprechpartner für Arbeitgeber finden sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

BMF-Schreiben

 

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