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„Zukunft.Coburg.Digital": der nächste Schritt in die digitale Zukunft des Wirtschaftsraums

Die Digitalisierung erfasst Wirtschaft und Gesellschaft mit zunehmender Dynamik. Diese Entwicklung eröffnet den Unternehmen neue Geschäftsfelder, gleichzeitig können aber etablierte Geschäftsmodelle unter erhöhten Anpassungsdruck geraten.

Um Chancen der Digitalisierung zeitnah zu nutzen und den Standort zukunftsfest auszurichten, hat sich mit der Initiative „Zukunft.Coburg.Digital" ein breites Netzwerk aus etablierten Firmen, Jungunternehmen, Start-ups, IHK zu Coburg, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Coburg sowie Hochschule Coburg formiert. Die im April 2017 gegründete Zukunft.Coburg.Digital GmbH hat die Aufgabe, das Netzwerk operativ zu managen, Projekte im engen Schulterschluss mit Unternehmern umzusetzen und die Budgetverantwortung gegenüber dem Fördermittelgeber zu tragen.

Die Vernetzung von etablierten Unternehmern und Existenzgründern über die Region hinaus wird durch die Konsortialpartnerschaft mit dem Digitalen Gründerzentrum (DGZ) in Bamberg gestärkt. Auch die Förderung des verstärkten Wissens- und Technologietransfers zwischen Wirtschaft und regionalen wie überregionalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen steht im Fokus. Zudem partizipiert das Coburger Netzwerk an den Fördermitteln des Bayerischen Wirtschaftsministeriums für das DGZ. Die Coburger Netzwerkarbeit wird dabei mit bis zu 550.000 Euro im Zeitraum 2017 bis 2023 unterstützt. Digitale Gründerzentren sind ein wichtiger Baustein im Rahmen der Zukunftsstrategie „Bayern Digital" der Staatsregierung, die den Freistaat zur Leitregion im digitalen Aufbruch entwickeln soll.
Zur effektiven Umsetzung und Finanzierung konkreter Projekte und Maßnahmen bedarf es geeigneter Organisations- und Finanzierungsstrukturen. Deshalb wurde jetzt als strategischer Unterbau der gesamten Initiative der Verein Zukunft.Coburg.Digital e.V. gegründet, dem aktuell 27 Unternehmen sowie weitere Partner aus Wissenschaft, Gebietskörperschaften und wirtschaftsfördernden Institutionen als Gründungsmitglieder angehören.
Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Philipp Steinberger, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Wöhner GmbH & Co. KG Elektrotechnische Systeme, gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder – Stellvertreter: Siegmar Schnabel (IHK zu Coburg), Schatzmeister: Jan Happich (co-tax Wirtschafts- & Steuerberatungsgesellschaft mbH), Schriftführer: Wilhelm Austen, Städtische Werke Überlandwerke Coburg GmbH, Beisitzer: Michael Bubmann (Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG), Roland Wimmer (Habermaaß GmbH), Stephan Horn (Wifög Stadt Coburg) und Martin Schmitz (Wirtschaftsförderung des Landkreises Coburg).

Vorsitzender Steinberger erklärte: „Die digitale Transformation ist eine der bedeutendsten Herausforderungen für Unternehmen, unabhängig von Branche, Unternehmensgröße und Marktsegment, sowie natürlich auch für die Menschen, die sie durchführen. Deutschland hinkt aktuell der Umsetzung hinterher und vergibt dabei wichtige Zukunftschancen. Jedoch ist das Thema Digitalisierung unter den Top-3-Themen der Führungsetagen angekommen und man beginnt mit der Umsetzung. Hemmnisse wie fehlende Erfahrung oder die Verteidigung bestehender Strukturen bremsen den Prozess. Daher ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor das Aufbrechen bereits bekannter Prozesse, wobei die Innovationskraft und Denkstrukturen von Start-ups hier entscheidend helfen können. Zukunft.Coburg.Digital soll die Erfahrung der erfolgreichen Unternehmen mit dem Speed und der Kreativität von Start-ups zusammenbringen, ein Netzwerk bieten und mit zielgerichteten Projekten bei der digitalen Transformation unterstützen."

Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Unternehmen und Wirtschaftskammern und stellt damit die Drittmittel für vom Freistaat geförderte Netzwerkaktivitäten sicher. Mit den finanziellen Zusagen von Stadt und Landkreis (für 2017 jeweils ca. 70.000 Euro), den Unternehmerbeiträgen (insgesamt 102.000 Euro) sowie Fördermitteln (100.000 Euro) und weiteren Erträgen (17.000 Euro) stehen allein im ersten Jahr für das Netzwerk Mittel in Höhe von bis zu 359.000 Euro zur Verfügung. Damit bilden GmbH und Verein eine schlagkräftige Partnerschaft, um regionale Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung zu begleiten und zu unterstützen.

Der breite wirtschaftliche Schulterschluss ist eine entscheidende Besonderheit des Coburger Modells. Zügig sollen nun Projekte gestartet werden, denn es gilt, gezielt innovative Lösungen auf dem Weg zu Wirtschaft 4.0 zu entwickeln. Konkret profitieren Unternehmen beispielsweise von folgenden geplanten Aktivitäten:
• Erschließen von digitalem Know-how zur Lösung innerbetrieblicher Aufgaben (Produktion, Vertrieb, Marketing, u.a.)
• Überprüfen und Umbau des eigenen Geschäftsmodells
• Erkennen neuer Geschäftsfelder und innovativer Start-ups
• Generieren von Geschäftskontakten und Aufträgen
• Anregungen für eigene digitale Strategie
• Qualifizierung der Mitarbeiter für die digitale Wirtschaftswelt

Zertifiziert nach

DIN EN ISO 9001 : 2008