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Beruf und Pflege

Der demografische Wandel stellt Unternehmen und Arbeitnehmer vor große Herausforderungen. Immer mehr Berufstätige pflegen ihre Angehörigen so lange wie möglich zu Hause. Dies verleiht der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege eine immer größer werdende Bedeutung.

Seit dem 1. Januar 2011 ist das Familienpflegezeitgesetz in Kraft. Das Gesetz beinhaltet keinen Rechtsanspruch, sondern basiert auf einer freiwilligen Einigung von Betrieb und Mitarbeitern. Das Modell sieht vor, dass Mitarbeiter zur Pflege eines Angehörigen für maximal zwei Jahre bei halber Arbeitszeit 75 Prozent des Lohns erhalten können. Anschließend soll dieser „Lohnkredit" bei voller Arbeitszeit und reduziertem Lohn abgegolten werden. Organisiert wird dies über Zeitwertkonten. Zur Finanzierung des Aufstockungsbetrags können Arbeitgeber ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragen.


 

Vereinbarkeit von Pflege & Beruf

Praxisbeispiele aus dem IHK-Bezirk Coburg

Beruf und PflegeBereits heute sind in Deutschland rund 2,3 Millionen Menschen pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2030 wird diese Zahl um mehr als eine Million steigen. Schätzungen des Bayerischen Gesundheitsministeriums zufolge, werden mehr als zwei Drittel der Pflegebedürftigen von nahen Angehörigen neben dem Beruf zu Hause gepflegt. Damit dieser Spagat zwischen Beruf und Pflege gelingen kann, sind vor allem auch die Unternehmen gefragt, flexible Lösungen zu finden und eine pflegesensible Personalpolitik umzusetzen.

"Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist für viele Menschen eine Herauforderung. Über eine pflegesensible Personalpolitik kann Konflikten zwischen Beruf und Pflege vorgebeugt werden."

Genau bei dieser Herausforderung setzt der Familienpakt Bayern mit seiner zweiten Informationsbroschüre an. Diese informiert Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unter anderen über arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen und gibt praktische Handlungstipps zur Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Verschiedene Beispiele aus der Praxis zeigen zudem, wie der Spagat zwischen Pflege und Beruf im Arbeitsalltag gelingen kann.

Die Broschüre steht hier zum Download bereit: www.familienpakt-bayern.de/images/sampledata/familienpakt_bayern/downloadcenter/41684_Familienpakt_Broschuere_161104_SCREEN.pdf


 

Weiterführende Informationen

• Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie" Beruf und Pflege
Fachstelle für pflegende Angehörige Coburg
• Servicetelefon und Informationsportal „Wege zur Pflege"
• Informationen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zur Familienpflegezeit
Informationen zum Familienpflegezeitgesetz auf der Website des BMFSFJ
• Der Bereich Pflege auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit
Informationen zur Pflegeversicherung auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit