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Förderung unternehmerischen Know-hows

Das neue Förderprogramm mit dem Namen "Förderung unternehmerischen Know-hows" fasst die bisherigen Programme "Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", "Gründercoaching Deutschland", "Turn-Around-Beratung" und "Runder Tisch" zusammen. Umgesetzt wird das Programm durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Richtlinie ist am 1. Januar 2016 in Kraft getreten.

Wer wird gefördert?

Das neue Förderprogramm richtet sich an bereits bestehende Unternehmen:

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt tätig sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten - unabhängig vom Unternehmensalter

Die Unternehmen müssen der EU-Definition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU-Definition) entsprechen.

Was wird gefördert?

Allgemeine Beratungen

  • Zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen

Unternehmenssicherungsberatungen

  • Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
  • Zusätzlich kann eine weitere allgemeine Beratung zur Vertiefung der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden.

Beratungszuschuss

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an der Bemessungsgrundlage (maximal förderfähige Beratungskosten):

Jungunternehmen (nicht länger als zwei Jahre am Markt)

  • Bemessungsgrundlage: 4.000 Euro
  • Fördersatz: 50 Prozent (Bayern)
  • Maximaler Zuschuss: 2.000 Euro

Bestandsunternehmen (ab dem dritten Jahr nach Gründung)

  • Bemessungsgrundlage: 3.000 Euro
  • Fördersatz: 50 Prozent (Bayern)
  • Maximaler Zuschuss: 1.500 Euro

Unternehmen in Schwierigkeiten

  • Bemessungsgrundlage: 3.000 Euro
  • Fördersatz: 90 Prozent (bundesweit)
  • Maximaler Zuschuss: 2.700 Euro

Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA.

Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst dann darf ein Beratungsvertrag unterschrieben bzw. mit der Beratung begonnen werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Für Gewerbetreibende in Stadt und Landkreis Coburg ist dies die IHK zu Coburg. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.

Für Bestandsunternehmen ist ein solches Gespräch optional.

Nach Durchführung der Beratung muss der Verwendungsnachweis innerhalb von sechs Monaten ebenfalls online über die Antragsplattform des BAFA eingereicht werden. Zum Verwendungsnachweis gehören folgende Unterlagen:

  • ein ausgefülltes und vom Antragstellenden und Berater unterschriebenes Verwendungsnachweisformular
  • ein vom Antragstellenden ausgefülltes und unterschriebenes Formular zur De-minimis- und zur EU-KMU-Erklärung,
  • das Bestätigungsschreiben des regionalen Ansprechpartners über die Führung des Informationsgesprächs (nur bei Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten),
  • ein Beratungsbericht des Beraters,
  • die Rechnung des Beratungsunternehmens und
  • der Kontoauszug des Antragstellers über die Zahlung des Honorars bzw. des Eigenanteils.

Der Antragstellende muss im Rahmen des Förderverfahrens mindestens die Zahlung seines Eigenanteils nachweisen. Der Eigenanteil ist die Differenz zwischen den förderfähigen Beratungskosten und dem zu erwartenden Förderzuschuss (vgl. oben).

Die Leitstelle prüft vorab die vorgelegten Unterlagen und leitet diese an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Entscheidung weiter. Die Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach abschließender Prüfung durch das BAFA.

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Zertifiziert nach

DIN EN ISO 9001 : 2008